Die Suone von Sarrasins wurde vor rund 500 Jahren zur Bewässerung der Wiesen gebaut. Seit ihrer kürzlichen Restauration ist sie zu Fuss begehbar und sowohl in technischer als auch in historischer und touristischer Hinsicht von grossem Interesse. Gemäss Überlieferung waren die Sarazenen die Bauherren dieser gleichnamigen Suon. Die Araber hatten das nötige Knowhow um Bauten dieser Art zu erstellen. Leider fehlt bisher der Beweis dieser Vermutung. Der Zeitpunkt des Baus wird auf 1415 bis 1513 geschätzt. Die Wasserleitung bezog ihr Wasser aus der Moulinet unterhalb von Pinsec. Mit ihrer Länge von 10 km diente sie - zur Bewässerung der Wiesen - zur Tränke des Viehs und - zum Antrieb der Sägewerke und der Mühlen. Zu Beginn der 2000er Jahre wurde der Weg der Suone von Sarrasins restauriert und für Wanderer begehbar gemacht. Er verbindet Pinsec mit Vercorin und kann auch von Fang her erreicht werden. Entlang der Suon gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten: - Reste der Suone in den Felsen von Creux de Varnec - der Ausblick auf Fang - das ehemalige Maiensäss Voualans sowie - das Vallon de Crouja.
Information
Informationen :
- Neu im Sommer 2016: Shuttle-Bus : "Vissoie - Vercorin"
- 17 Lehrtafeln stehen entlang des Weges
- Wanderzeit ca. 3 h 15
- Weitere Informationen unter http://www.sarrasins.ch
Wanderroute
Daten:
swisstopo,
www.valrando.ch
Pinsec
0:00
0:00
Prise d'eau du bisse
0:21
0:21
Les Voualans
1:36
1:15
Crouja
2:06
0:30
Vercorin
3:02
0:56
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil
Wandervorschläge
Nr. VS_Sub_42
Unterbäch (Bergstation)
• VS
Hängebrücke zwischen Eischoll und Unterbäch
Gibt es nicht schon genügend Hängebrücken?
Die Hängebrücken schossen im letzten Jahrzehnt wie die Pilze aus dem Boden, so stellt sich zurecht die Frage, ob es nicht bald genügend gäbe.
Betrachtet man die Besucherströme auf den Hängebrücken, ist die Frage schnell beantwortet. Unabhängig der Länge oder der Höhe der Brücke bedeutet die Überquerung für manch einer eine Überwindung. Hat man es dann schliesslich geschafft, ist man von einem gewissen Stolz erfüllt. Das wird wohl eine von zahlreichen Erklärungen sein, wieso das Interesse an Hängebrücken beim (Wander-)publikum nicht abbricht.
Unter Anwesenheit des Staatsrats Franz Ruppen konnte im August 2022 die Hängebrücke zwischen den Gemeinden Unterbäch und Eischoll als Gemeinschaftsprojekt der beiden Berggemeinden eröffnet werden. Unglaublich wie viele Besucher die Brücke inzwischen verzeichnen kann. Ein Zähler in den Monaten März – April brachte es an den Tag: Schon ausserhalb der Wanderzeit konnte man an einem Spitzentag 775 Besucher verzeichnen. Gesamthaft waren es von Mitte März bis Ende April 2023 4000 Besucher.
Die Brücke verbindet nicht nur die beiden Dörfer. Die Tatsache, dass sowohl von Unterbäch als auch von Eischoll je eine Luftseilbahn nach Raron Turtig führt, wird von zahlreichen Passanten für eine Kurzwanderung von knapp einer Stunde genutzt.
Unser Wandervorschlag holt etwas weiter aus. Von Unterbäch steigen wir auf den Frauenzitatenweg auf bis zur Pfammattbrücke. Hier verlassen wir den beliebten Themenweg, mit Zitaten von berühmten Frauen aller Welt, und folgen dem Weg durch saftige Wiesen bis zur Breitmattu.
Nun geht es weiter auf der SchweizMobil Route Nr. 181. Wer seinen Rücken schonen und sich nur mit leichtem Rucksack auf den Weg machen will, kann beim «Bachji», 5 Minuten nach der Breitmattu den in den schmalen Weg nach links einbiegen, der hinauf zum neuen Selbstbedienungsrestaurant in der Striigge führt. Dieses ist nicht nur für die Gastfreundlichkeit und die feinen Speisen bekannt. Auch die traumhafte Aussicht ist schon der Aufstieg wert.
Zurück geht es zum Weg 181, der uns entlang der Alten Eischlersuon ins schmucke Bergdorf Eischoll, mit dem herausgeputzten Dorfkern führt. Weiter geht es, zum Höhepunkt der Wanderung. Erst kurz vor dem Westportal entdecken wir die Hängebrücke.
Mit Ihrer Länge von 260 m und einer Höhe von 64 m schwingt sie sich stolz und elegant auf die andere Talseite. In der Mitte sind 4 Sitzbänke angebracht, welche zum Verweilen einladen. Magisch zieht das stolze Bietschhorn den Blick auf sich. Zum Ausgleich, als Gegengewicht, wurde unter der Plattform in einer verlängerten Achse eine Kugel angebracht, welche dem Bauwerk eine zusätzliche Eleganz verleiht.
Von hier ist es noch eine kurze halbe Stunde, zurück ins Dorf Unterbäch. An heissen Tag lädt der kleine Badesee am unteren Dorfrand zur Abkühlung ein und lässt manche müde Beine wieder schnell erquicken.
Nr. VS_Bisse_18
Varen
— Venthône
• VS
Grossi Wasserleitu von Varen – Suone Neuf
Die Grossi Wasserleitu oder auch Suone von Varen bezieht ihr Wasser aus der Raspille, bevor sie eine Lichtung überquert, durch die grossen Felsplatten von Blatte fliesst und die Wiesen und Weinberge von Varen bewässert. Die Raspille bildet nicht nur die Sprachgrenze zwischen den benachbarten Gemeinden, sie nährt auch die Suone Neuf, die ihrerseits dann die Hänge von Venthône mit Wasser versorgt. Dem Wanderer bieten sich von beiden Seiten des Tals wunderschöne Aussichten auf das Rhonetal.
Nr. VS_Bisse_19
Ergisch
— Stn. Gampel-Steg
• VS
Wasserleite von Ergisch und Tenneri
Im Vergleich ist die «Wasserleite von Ergisch» ein Jungspund unter den Suonen. Gemäss Zeitzeugen wurde sie in den Jahren 1920–1925 gebaut. In Fronarbeit wurde das Bachbett unter äusserst schwierigen Bedingungen in den Fels gehauen und – wo nötig – mit Rohren und Holzrinnen ergänzt. Die kühne Bauweise macht sie bei den Wanderern sehr beliebt. Die Wasserleite wird auf 1300 m von der Turtmänna angereichert. Auch die «Tenneri» beginnt bei der Turtmänna und zwar auf 900 m. Sie führt das kostbare Nass zum Weiler Tennen. Für Schwindelfreie!
Nr. VS_Bisse_15
Vermala
— Aminona
• VS
Suone von Tsittoret
Bereits im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt, leitet die Suone von Tsittoret das Wasser der Tièche in die Noble Contrée zur Bewässerung der Wiesen und Rebberge von Venthône, Randogne, Mollens, Miège, Sierre und Veyras. Direkt zu Beginn führt sie ihr Wasser in einem tosenden Wasserfall eine Felswand hinunter, als wolle sie den Fluss wieder einholen. Etwas gemässigter fliesst sie dann durch Metallrinnen und verlässt schliesslich das kleine Tal der Raspille. Eine einmalig schöne Landschaft erwartet den Wanderer.