Im August lohnt sich ein Abstecher ins Saastal ganz besonders. Die Wanderung von Stalden nach Saas-Fee auf dem alten Talweg gehört zu den kulturhistorisch spannendsten Routen der Region. Besonders reizvoll sind jene Abschnitte, deren historischer Verlauf in den letzten Jahren saniert wurde und heute wieder gut begehbar ist.
Die rund 18 Kilometer lange Strecke dauert etwa fünfdreiviertel Stunden und gilt als mittelschwer – vor allem aufgrund der Länge, technisch jedoch einfach. Man folgt dabei weitgehend dem historischen Talweg, der bereits im Mittelalter die wichtigste Verbindung durch das Saastal darstellte.
Der Start erfolgt beim Bahnhof in Stalden. Stalden wird auch das Brückendorf genannt, befinden sich dort doch stattliche 29 Brücken. Diese hat das Dorf seiner besonderen geografischen Lage zu verdanken: Der Ort liegt auf einem schmalen Geländesporn genau dort, wo mehrere Täler und Wasserläufe zusammentreffen: das Mattertal (mit der Matter Vispa) und das Saastal (mit der Saaser Vispa) vereinigen sich hier zur Vispa. Dazu kommen steile Hänge, tiefe Schluchten und zahlreiche Seitenbäche.
Schon bald überquert man die historische Chinegga-Brücke, eine von 29 Brücken des Dorfes, und taucht in den ursprünglichen Wegverlauf ein. Der Pfad führt durch Wälder und entlang der Saaser Vispa, vorbei an ersten Weilern wie Raftgarten. Dieser Abschnitt vermittelt eindrücklich den Charakter des alten Verkehrswegs: schmal, naturnah und fern der heutigen Strasse.
In Richtung Eisten folgt ein besonders spannender Teil der Wanderung. Über Abschnitte wie Zen Eisten gewinnt man leicht an Höhe. Hier wurde der alte Talweg teilweise instandgesetzt, sodass man heute wieder auf der historischen Linienführung unterwegs ist – unterhalb der Kantonsstrasse, durch ruhige Waldstücke und vorbei an alten Siedlungen. Dieser Abschnitt ist landschaftlich besonders reizvoll und kulturhistorisch von grossem Wert.
Anschliessend führt der Weg weiter taleinwärts nach Saas-Balen, dessen markante Rundkirche schon von weitem sichtbar ist. Unterwegs öffnen sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf Wasserfälle und die enge Talschlucht. Wer es gemütlicher angehen will, kann hier die Wanderung beenden und mit dem Postauto taleinwärts oder -auswärts fahren.
Der nächste Abschnitt verläuft über Bidermatten und Tamatten bis nach Saas-Grund. Hier trifft man erneut auf besonders schöne historische Wegstücke mit Kapellen und alten Dorfteilen, die einen lebendigen Einblick in den früheren Alltag im Saastal vermitteln.
Als Krönung dieser abwechslungsreichen Wanderung folgt schliesslich der Aufstieg nach Saas-Fee, auch bekannt als die Perle der Alpen. Über den Kapellenweg, vorbei an der Kapelle zur Hohen Stiege, erreicht man das autofreie Bergdorf – ein stimmungsvoller Abschluss dieser eindrucksvollen Route.
Information
Wanderroute
Daten:
swisstopo,
www.valrando.ch
Stalden-Saas
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Saas-Fee
5:45
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