Bidermatten – Sengg – Brand – Bideralp – Bidermatten
Das Saastal ist bekannt für seine unzähligen Lärchen, welche in der Herbstsonne golden leuchten. So wollen wir ein letztes Mal in dieser Wandersaison die wärmenden Strahlen mit Blick auf ein einzigartiges Panorama geniessen.
Wir starten unsere Wanderung nahe der gleichnamigen Bushaltestelle im alten Teil des schmucken Weilers Bidermatten (1542 m ü.M.), welcher zur Gemeinde Saas-Balen gehört. Er ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung eingetragen.
Bei einem Blick zurück zur Hauptstrasse entdecken wir auf einer kleinen Anhöhe die im Jahre 1692 erbaute Antoniuskapelle, unmittelbar am alten Saumweg.
Unser Weg quert die Weiden und führt vorbei an einem Gehege mit Walliser Schwarzhalsziegen. Diese Spezies gehört weltweit zu den ältesten Hausziegenarten und wird vor allem noch im Wallis und im angrenzenden Piemont gezüchtet.
Gegenüber dem Weiler Tamatten zweigen wir nach rechtsoben ab und taucht nach kurzer Zeit in den Wald ein. Nach einem recht sportlichen Aufstieg erreichen wir in einer knappen Dreiviertelstunde den Alpweiler Sengg (1798 m ü.M.) mit seinen gut erhaltenen Holzhäuser und einem dominierenden Wohnhaus im Zentrum. Der Weiler ist im Sommer und im Winter von Saas-Fee aus ein beliebtes Wanderziel.
Von der Alpe Sengg geht es auf einem zunächst ebenen später leicht aufsteigenden Waldweg durch teils idyllischen Mischwald aus Lärchen, Fichten und Birken in Richtung Brand (1800 m ü.M). Wir werden mit einer wunderschönen Sicht auf Saas-Grund belohnt. Im Hintergrund dominieren das Mittagshorn und das Almagellerhorn. Den krönenden Abschluss bilden die 4’000er, welche sich in Wolken gehüllt an diesem Tag teilweise nur erahnen lassen. An den höchsten Punkten der Wanderung queren wir den Biderbach und gleich danach das Schutzbächji. Etwas unterhalb erblicken wir die Bideralp (1913 m ü.M.). Nochmals ein Blick auf die Bergwelt, bevor wir wieder talwärts Richtung Bidermatten laufen. Kurz vor dem Ziel, rechts von uns, verabschiedet sich der Biderbach in einem prächtigen Wasserfall.
Dieser Rundweg kann auch in entgegengesetzter Richtung in Angriff genommen werden, ohne an Attraktivität zu verlieren.
Information
Für weitere Informationen benutzen Sie diesen Link: www.saas-fee.ch
Wanderroute
Auf swisstopo anzeigen
Daten:
swisstopo,
www.valrando.ch
Daten:
swisstopo,
www.valrando.ch
Bidermatten
0:00
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Sengg
0:50
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Brand
1:15
0:25
Bideralp (Oberes Bider)
1:30
0:15
Bidermatten
2:21
0:51
Wandervorschläge

Hannigalp
• VS
Das Wannehorn erklimmen – für geübte Berggänger
Grächen erreicht man am besten mit dem Postauto von St. Niklaus aus. In Grächen angekommen, führt die Gondelbahn hinauf auf die Hannigalp. Bereits dort wird man mit der Aussicht auf die umliegenden Berge verwöhnt. Wer vor der Wanderung eine Stärkung braucht, kann sich auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants noch etwas gönnen.
Jetzt geht es los. Zuerst geht der Weg im Zickzack über die Wiesen hinauf auf den Grat zur Chleini Furgge.
Weiter geht es auf dem schlängelnden Gratweg hinauf zur Grossi Furgge. Hier ist die Bergwanderweg etwas anspruchsvoller. Doch für geübte Bergwanderer und Bergwanderinnen ist das kein Problem. Über die Steinblöcke und Felsen geht es über einen gut markierten Bergwanderweg immer höher. Nicht nur der Weg, sondern auch der Ausblick auf die umliegenden Berge raubt einem den Atem.
Das Wannehorn ragt vor einem steil empor. Der Bergwanderweg führt über einen kleinen Sattel. Auf ein paar hundert Meter führt der Weg über blockiges Gelände. Hier balanciert man von Stein zu Stein jeweils den weiss-rot-weissen Markierungen nach und befindet sich unmittelbar unterhalb des Wannehorns.
Bald erreicht man wieder einen gut ausgebauten Wanderweg. Das Wannehorn ist zum Greifen nah. Ein breiter Weg führt hinauf auf die Küchenwang. Von dort ist es nur noch einen Katzensprung zum Gipfel. Der Weg bis aufs Wannehorn ist gut begehbar. Auf dem Gipfel kann man die fantastische Aussicht auf die umliegenden 4000er geniessen. Nach der Mittagspause, geht es wieder bergab.
Unterhalb des Wannehorns führt ein schmaler Weg im Zickzack hinunter. Bald ist man wieder auf einem breiteren Weg, welcher in grossen Kurven vorbei an eindrücklichen Felsformationen zurück zur Hannigalp führt.
Kurz vor dem Ziel zweigt der Weg nach links in den Wald ab. Auf einem schön angelegten schmalen Wanderweg läuft man durch einen alten Kiefer- und Lärchenwald zurück auf die Hannigalp. Hier wartet die Sonnenterrasse des Bergrestaurants, wo auf die schöne und abwechslungsreiche Wanderung angestossen werden kann.

Binn
• VS
Binntal : Das erhaltene Kleinod
Das Binntal gilt in Kreisen der Strahler als «Mineralienparadies» bezeichnet. Daneben hat dieses verborgene Tal für die Wanderer auch zahlreiche andere Schätze zu bieten.
Einer der überraschendsten Aspekte dieser Monatswanderung, ist die Abgelegenheit und scheinbare Unzugänglichkeit dieses kleinen Tals. Tatsächlich können wir uns leicht vorstellen, wie das Leben dieser Bewohner vor dem Bau der Strasse und des Tunnels aussah. Vorher bestand die einzige Verbindung durch die Twingi-Schlucht.
Dieser 2 km lange Tunnel, die Twingischlucht, wurde 1960 gebaut und führte zur Entstehung der Legenden, auch Bozengeschichten genannt, zu den Tunnelgeistern.
Die Wanderung beginnt bei der Postauto-Haltestelle im Zentrum des charmanten Dorfes Binn und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Lax oder Fiesch aus leicht erreichbar. Am östlichen Dorfausgang überqueren Sie rechterhand eine Bogenbrücke aus dem Jahr 1594. Sie führt Sie zu einem Pfad der Felder quert und eine einmalige Sicht auf das Breithorn bietet. Ihre Wanderung führt vorbei an Maiensässen, quert frische Nadelwälder und begegnet kleinen Wasserfällen. Über den Weiler Schapumatta und erreichen nach 3 km das Ziel unserer Wanderung: die Kapelle von Heiligkreuz, aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, die einen der wichtigsten Wallfahrtsorte des Oberwallis darstellt.
Nach einem Besuch in der Kapelle mit der ungewöhnlichen kreuzförmigen Architektur und einer Stärkung im darunterliegenden Gasthaus Heiligkreuz, steigen wir auf dem Pilgerweg zum Lengtalwasser hinunter. Wir geniessen die Kühle des türkisfarbenen Bergbachs und die wenigen noch sichtbaren Überreste von Eisenschmelzöfen aus dem Jahr 1740.
Auf Schautafeln erfahren Sie alles über ihre Funktionen. Nach etwas mehr als 2 km entlang des rauschenden Bachs erreichen Sie mühelos den Weiler Ze Binn mit seinen typischen Holzhäusern, die um die zentrale Kapelle herum angeordnet sind. Einen Kilometer weiter erreichen Sie wieder das Dorfzentrum von Binn, wo Sie ein Postauto zurück ins Rhonetal bringt.

Ausserberg
• VS
Frühlingserwachen an der Südrampe
Es gibt keine bessere Zeit als den Frühling, um diese Rundwanderung ohne grössere Schwierigkeiten zu machen. Die Sonne ist mild, die Natur erwacht mit voller Wucht, das Gras ist saftig grün, die Suon Niwärch plätschert frisch, die Wildkirschbäume sind mit weissen Blüten geschmückt und die Vögel singen ihre süssesten Liebeslieder.
In ein paar Worten: Eine idyllische, leicht zugängliche Wanderung mit geringer bis mittlerer Höhe von weniger als 2,5 Stunden.
Ausserberg ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen: mit dem Zug ab Brig oder mit dem Bus ab Visp. Von unserem Ausgangspunkt, dem Bahnhof von Ausserberg, folgen wir rund 1 km der Hauptstrasse, die den Ort durchquert. Bei der Tränke biegen wir links ab und nehmen einen Weg, der den Charakter eines «Geheimgangs» hat und sich zwischen den hundertjährigen, von der Sonne verbrannten Lärchenhäusern hindurchschlängelt. Er führt uns an den oberen Dorfrand. Dort verlassen wir die Asphaltstrasse und nehmen einen Naturweg zu unserer Linken, der uns nach einem kurzen Anstieg zum Weiler Niwärch führt.
Am Ende des Weilers geht es ein Stück auf der Meliorationsstrasse weiter bis zur eben verlaufenden Niwärch-Suon. Entlang des Wassers und im Schatten der Birken geht es über sanfte Wiesen mit den schneebedeckten Gipfeln jenseits der Rhoneebene im Hintergrund. Es ist der perfekte Ort für ein kleines Fussbad...
Nach 700 m verlassen wir die Suon und biegen rechts ab. Ein abrupter Landschaftswechsels erwartet uns: Waldkiefern und felsiges Terrain. Zugleich ändert sich die Exposition. Nach 15 Minuten Fussmarsch bergab durch Heidelbeersträucher erreichen wir Milachra, einen auf einem Bergrücken gelegenen Weiler, der wie Niwärch früher als Maiensäss für die örtlichen Bauern diente. Immer mehr Menschen nehmen die Renovierung einiger dieser geschichtsträchtigen Gebäude in Angriff und wählen einen einfachen und besinnlichen Lebensstil.
Wir folgen weiter der Bergwanderwegmarkierung inmitten des Weilers, die uns auf den Rückweg in Richtung Ausserberg bringt. Der Weg beschreibt einen Kreis um den Ort und taucht in einen Schlucht mit Föhren ein. Schliesslich präsentiert sich vor uns die Rhoneebene in ihrer ganzen Breite.
Von hier aus folgen wir der Meliorationsstrasse durch felsiges Terrin und zurück ins Dorf Ausserberg, dem Startpunkt unserer Route.
Viel Spass!

Saas-Balen
• VS
Suonenwanderung im Saastal
Das Saastal ist für Suonenwanderungen eher untypisch. Und trotzdem gibt es vereinzelte Wasserfuhren, welche zum Wandern einladen. Beeindruckend sind auf unserer heutigen Wanderung auch die zahlreichen Weiler mit den gepflegten Steindächern, welche für die Region ein Markenzeichen sind. Vom schmucken Dorf Saas-Balen ausgehend folgen wir dem Wanderwegweiser in Richtung Rittmal und laufen auf der Waldstrasse bis zum Meiggerli. Hier begeben wir uns auf einen schmalen Waldweg, der in östlicher Richtung abzweigt. Der letzte Aufstieg zum Rittmal führt durch eine duftende Alpwiese. Hier treffen wir auf die gleichnamige Suone, die Rittmalwasserleitu. Die Abschnittslänge entlang der plätschernden Suonen ist vergleichsweise gering, umso mehr geniessen wir die Wanderung entlang dieser Rarität, welche im Saastal weniger häufig anzutreffen ist. Wir queren den Fellbach und gehen vorbei an der Lengflüe zum Weiler Ze Gartu, wo wir mit gut 2000 m ü.M. gleichzeitig den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht haben. Wir bestaunen am gegenüberliegenden Hang die Viertausender der Mischabelkette mit ihren Gletschern und tauchen zum Abstieg wieder in den Wald ein in Richtung Matt. Über Waldwege und –strassen geht es zurück zum Dorf Saas-Balen.