Wandervorschläge • Valrando
Nr. VS_Top_01
St-Gingolph (Débarcadère)
— Le Bouveret (Gare)
• VS
Lac Léman (Genfer See)
Die kleine Ortschaft St-Gingolph liegt am Südufer des Genfersees an der französisch-schweizerischen Grenze. Während der Wanderung geniessen Sie eine herrliche Aussicht auf den See. Das nahe der Rhonemündung an privilegierter Lage gelegene Dorf Le Bouveret verfügt über interessante Freizeitanlagen, die jedoch die natürliche Schönheit der Umgebung nicht beeinträchtigen.
Nr. VS_Top_04
Morgins
• VS
Der Brückenweg
Ausgehend vom Ferienort Morgins erkunden Sie das Tal von Tovassière. Auf dem Brückenweg, der mit dem kleinen Fluss Vièze Verstecken spielt, gelangen Sie nach En Tey. Beachten Sie auch den Planetenweg entlang dem linken Flussufer, der längs der Alpenstrasse verläuft.
Nr. VS_Top_11
Col du Grand-St-Bernard
• VS
Col du Grand-St-Bernard - Lacs de Fenêtre
Vom berühmten Hospiz aus geht es in Richtung Col des Chevaux. Über die Combe de Drône erreichen Sie den Col de Bastillon und die drei «Lacs de Fenêtre». Dann führt der Weg über das Fenêtre de Ferret nach Italien, wo die Wanderung bei der italienischschweizerischen Zollgrenze zu Ende geht.
Nr. VS_BAT_02_12
Belalp
— Riederalp (West)
• VS
Hängebrücke «Belalp - Riederalp»
Hängebrücke «Belalp - Riederalp»
Nr. VS_Bisse_18
Varen
— Venthône
• VS
Grossi Wasserleitu von Varen – Suone Neuf
Die Grossi Wasserleitu oder auch Suone von Varen bezieht ihr Wasser aus der Raspille, bevor sie eine Lichtung überquert, durch die grossen Felsplatten von Blatte fliesst und die Wiesen und Weinberge von Varen bewässert. Die Raspille bildet nicht nur die Sprachgrenze zwischen den benachbarten Gemeinden, sie nährt auch die Suone Neuf, die ihrerseits dann die Hänge von Venthône mit Wasser versorgt. Dem Wanderer bieten sich von beiden Seiten des Tals wunderschöne Aussichten auf das Rhonetal.
Nr. VS_Bisse_19
Ergisch
— Stn. Gampel-Steg
• VS
Wasserleite von Ergisch und Tenneri
Im Vergleich ist die «Wasserleite von Ergisch» ein Jungspund unter den Suonen. Gemäss Zeitzeugen wurde sie in den Jahren 1920–1925 gebaut. In Fronarbeit wurde das Bachbett unter äusserst schwierigen Bedingungen in den Fels gehauen und – wo nötig – mit Rohren und Holzrinnen ergänzt. Die kühne Bauweise macht sie bei den Wanderern sehr beliebt. Die Wasserleite wird auf 1300 m von der Turtmänna angereichert. Auch die «Tenneri» beginnt bei der Turtmänna und zwar auf 900 m. Sie führt das kostbare Nass zum Weiler Tennen. Für Schwindelfreie!
Nr. VS_Bisse_21
Bürchen (Chaletzone)
— Eischoll
• VS
Alte Suon – Alte Eischler Suon – Habersuon
Zeneggen, Bürchen und Unterbäch betreiben gemeinsam die «Alte Suon», auch «Ginanzerin» genannt. Bürchen erwarb die Wasserrechte bereits im 15. Jahrhundert, Zeneggen erst nach der Wasserknappheit infolge des Erdbebens von 1855. Die «Alte Suon» wird vom Mühlebach auf rund 1880 m gespeist. Etwas weiter unten, auf 1700 m, hat Eischoll gemäss einem Gerichtsbeschluss von 1952 das Recht auf 4/13 der Wassermenge des Mühlebachs. Das Wasser wird in der «Alten Eischler Suon» befördert, welche weiter östlich «Habersuon» genannt wird.
Nr. VS_Bisse_23
Stn. Ausserberg
• VS
Niwärch – Gorperi – Undra
Die Südrampe ist einer aussergewöhnlichen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Erst die Suonen machten einst die Landwirtschaft in diesem Gebiet überhaupt möglich. Unter schwierigsten Bedingungen wurde das Wasser in rund 20 Suonen aus dem Baltschiedertal hergeleitet. Das «Niwärch» (1381 erbaut) entspringt auf 1300 m, die «Gorperi» (1640) auf 1220 m und die «Undra» (1377) auf 1100 m. Die zahlreichen Tunnels, die den Suonen und den Wanderern die Passage ermöglichen, geben dem Tal einen wildromantischen Charakter. Für Schwindelfreie!
Nr. VS_Bisse_24
Visperterminen
— Eyholz
• VS
Bodmeri-Niwa – Visperi
Die Bodmeri-Niwa wurde 1915 gebaut um die alte Niwa zu ersetzen. Etwas oberhalb der Suone im Orte Hüoterhüsi steht noch heute ein Häuschen, welches dem Suonenwärter Zuflucht bietet. Die Visperi wurde 1521 erstmals erwähnt. Sie wird in der Gamsa gefasst und bewässert Weinkulturen. Ein nicht alltägliches Naturspektakel lässt sich entlang der Suon infolge des Waldbrands 2011 beobachten. Farbenprächtige Blumen haben sich wieder eingefunden und bieten einen besonderen Kontrast zu den verbrannten Baumresten. Für Schwindelfreie!
Nr. VS_Bisse_25
Simplonpass
— Giw
• VS
Heido
Einige Wissenschaftler führen den Namen «Heido» auf den Ausdruck «Heidenleitung» zurück, was auf die Entstehung der Suon in der Römerzeit zurückschliessen liesse. Sie wurde zwar zum ersten Mal 1305 historisch erwähnt. Im Wallis gibt es jedoch nur wenige schriftliche Aufzeichnungen dieser Art früheren Datums. Der «Heido» holt das Wasser zu hinterst im Nanztal und bringt es bis zum Gebidumsee, welcher heute nicht nur zur landwirtschaftlichen Bewässerung, sondern auch als Sammelbecken zu Löschzwecken dient.
Nr. VS_Bisse_26
Belalp
— Mund
• VS
Nessjeri – Obersta – Stigwasser
Die 1477 erstmals erwähnte «Nessjeri» nimmt auf 2140 m beim Kelchbach ihren Anfang. Zuerst verläuft sie mit kaum merklicher Neigung auf einem Balkon schräg gegenüber des Aletschgletschers und rauscht dann schliesslich via «Nessel» als schäumender Bach zu Tal. «Stigwasser» und «Obersta», 1521 respektive 1684 zum ersten Mal erwähnt, werden beide im Gredetschtal beim Mundbach auf zirka 1300 m gefasst. 1932 wurden gefährliche Abschnitte der «Obersta» durch Tunnels ersetzt. Dies verleiht ihr einen abenteuerlichen Charakter. Für Schwindelfreie!
Nr. VS_Sub_15
Bettmeralp
— Stn. Bettmerhorn
• VS
… und plötzlich lieg vor uns das ewige Eis
Was gibt es schöneres, als an einem Sommertag der Hitze zu entfliehen und in den Bergen zu wandern? Von der Luftseilbahn Bergstation folgen wir den Wegweisern zum Bettmersee, wo bereits früh am Morgen ein reges Treiben herrscht. Wir gehen links am See vorbei und steigen hinauf zum Blausee. Hier in der Umgebung ist das Standbild entstanden, welches täglich mehrmals den Vorspann der Meteo-Sendung des Schweizer Fernsehens SF1 schmückt. Herrlich diese einmalige Kulisse der Walliser Alpen. Wir zweigen rechts ab, wandern weiter hinauf zum Grat …. und plötzlich liegt vor uns das ewige Eis des Aletschgletschers. Ein Anblick der Superlative, der uns auf unserem weiteren Weg begleiten wird. Auf dem Bergwanderweg steigen wir auf der anderen Seite des Grates wieder ab, und erreichen, vorbei an den Chazulecher, den Gletscherrand. Es gibt keinen anderen Ort, wo Wanderer dem Gletscher so nahe sein können. Auf demselben Weg finden wir zurück zum Grat und gehen weiter bis zur Bergstation der Gondelbahn Bettmerhorn. Bei der Aussichtsplattform bewundern wir nochmals den Gletscher, bevor wir zurück zur Bettmeralp fahren.
Nr. VS_Sub_03
Ried-Mörel
— Riederalp (West)
• VS
Der Knebelbrückenweg
Es empfiehlt sich, die Wanderung am Morgen in der Frühe zu starten. Mit der Gondelbahn gelangen Sie von Mörel nach Ried-Mörel. Es sind rund 200 m entlang der Dorfstrasse bis zum Wegweiser, der in Richtung Nieschbord zeigt. Nach einer knappen Stunde Aufstieg, Strassen und Matten querend, erreichen Sie den Panorama-Höhenweg. Es lohnt sich inne zu halten um den prächtigen Rundblick zu geniessen. Eine weitere knappe Stunde ist es zur Knebelbrücke, hoch über der Massaschlucht. Der Weg ist teilweise ausgesetzt. Sie sollten deshalb tritt- und schwindelsicher sein. Auf einem angenehm ansteigenden Bergwanderweg geht es Tal einwärts, schon früh weist Ihnen der Stausee Gibidum die Richtung. Bei der Abzweigung links hinunter zum See geht es aber weiter geradeaus, wieder etwas steiler ansteigend. Die Riederfurka mit der Villa Cassel bildet schliesslich den Höhepunkt des Tages. Ein Besuch im Pro Natura Zentrum lohnt sich auf alle Fälle. Von hier aus sind es noch 20 Minuten bis zur Gondelbahn, die Sie wieder nach Mörel bringt. Der Weg ist in die andere Richtung genauso schön.
Nr. VS_Sub_04
Mauvoisin
— Lourtier
• VS
Die Hängebrücke von Corbassière
Ab Mauvoisin über einen steilen Aufstieg zum Pass “des Otanes“. Die Aussicht ist wie im Himalaya; das Walliser Massiv des Grand Combin mit über 4000müM, ist am westlichsten. Die FXB Panosière Hütte lädt zum Verweilen ein. Von dort oben geht’s runter durch die große Moräne in Richtung Corbassière Hängebrücke, die Djure seit Juli 2014 überquert. Weiter unten darf in der Brunet Hütte eine kleine Verstärkung zu sich genommen werden, bevor der Abstieg in das Dorf Lourtier in Angriff genommen wird.
Nr. VS_Sub_05
Biel (Bahnhof)
— Oberwald (Bahnhof)
• VS
Gommer Höhenweg
Gommer Höhenweg mit dem Themenweg Schutzwald Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof Biel im Goms. Wir gehen zum Dorf hinauf, queren die Kantonsstrasse und steigen auf dem Wanderweg weiter auf, bis wir nach ca. einer Stunde im Orte Resti die Forststrasse erreichen. Wir folgen der Strasse in östlicher Richtung und erreichen im Punkt 1628 m den Gommer Höhenweg. Hier beginnt auch der neu eröffnete Themenweg Schutzwald. Ein Schutzwald bewahrt Menschen und Infrastruktur vor Naturgefahren wie z.B. Lawinen oder Steinschlag. Im Goms ist der grösste Teil der Waldfläche als Schutzwald ausgewiesen. Im Laufe der Zeit sind die Ansprüche an den Schutzwald gestiegen. Wachsende Infrastrukturen (Bahn, Strassen, Siedlungen) fordern eine entsprechende Reduktion des Risikos von Naturgefahren. Schutzwälder müssen deshalb durch den Forstdienst speziell gepflegt und bewirtschaftet werden. Auf 11 Postentafeln erfahren wir, wie dies im Ritziger Bawald von Forst Goms umgesetzt wird. Neben den Tafeln können wir mit dem Handy auch einen Audio Guide abspielen. Darin erzählt der Förster, was bei der Schutzwaldpflege beachtet werden muss. Ausserdem werden uns weitere spannende Details aufgezeigt. Am Ende des Themensweg befinden wir uns wieder auf dem Gommer Höhenweg der uns in 5 Stunden an den Bahnhof Oberwald bringt. Wem das zu weit ist, hat immer wieder Gelegenheit zu einem der MGB-Bahnhöfe abzusteigen.
Nr. VS_Sub_06
Praz de Fort
• VS
Die Weizen-Stadel
Während dieser Wanderung werden Sie das Naturerbe der Region entdecken. Die Wanderung beginnt bei der Brücke der Reuse von Saleinaz,dann nehmen Sie die leicht abfallenden Forststraße bis zum Chalet von Deuve. Der Rückweg führ Sie durch die Ortschaften Etarpay, Raveire-Plan, Le Darbellay. Zurück in Issert, überqueren Sie die Brücke um an das rechte Ufer zu gelangen und erreichen dann die Dörfer Arlaches, Praz-de-Fort und schließlich Saleinaz.
Nr. VS_Sub_07
Geimen
— Brig (Bahnhof)
• VS
Hängebrücke der Massa-Schlucht
Mit dem Postauto gelangen wir zum Weiler Geimen oberhalb Naters. Am südlichen Dorfeingang befindet sich der Einstieg. Der Pfad führt uns durch saftige Weiden und bringt uns zu einer kargen Anhöhe mit Blick auf den Bitschijsee. Von hier aus sind es noch ein paar Minuten bis zur modernen, sonnendurchfluteten Kapelle St. Laurentius, wo gleichzeitig der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht ist. Wir steigen ab, vorbei an der Armenseelenkapelle und dem Dörfchen Hegdorn, bis wir von weitem das Rauschen der Massa vernehmen. Sie gehört wohl nicht zu den längsten Hängebrücken im Oberwallis, aber den einmaligen Einblick von der Brücke auf die Pforte der Massaschlucht, darf man nicht verpassen. Nun sind es noch 15 Minuten bis zur Talsohle. Der Weg parallel zur Bahn, „die Rote Meile“, wurde auf dem ehemaligen Zugtrasse durch Naters errichtet und 2015 bis Bitsch verlängert. Er ist ein Spazier- und Flanierweg, und hat seinen Namen der roten Oberfläche zu verdanken. Seine Beliebtheit bei Alt und Jung widerspielgelt sich auch im emsigen Treiben. Er geleitet uns schliesslich nach Naters und Brig.
Nr. VS_Sub_09
Eggen
— Finnen
• VS
Gorperi Suon - Baltschiedertal
Das Baltschiedertal: eine Angenehme Erfrischung auch an heissen Tagen. Das Baltschiedertal mit seinen Suonen ist ein Geheimtipp unter den Wanderern. Mit dem Postauto erreichen wir den Ausgangspunkt Eggen. Wir laufen die Strasse hoch und nehmen nach dem Restaurant die Abzweigung nach links ins Baltschiedertal. Auf einem alten, von Bäumen gesäumten Weg sind schnell die 70 Höhenmeter überwunden. Das lustige Gurgeln des Wassers kündigt uns die Gorperi-Suone an. Was heute als touristische Attraktion gilt, war noch nicht vor allzu langer Zeit bittere Realität. Man ist immer wieder von neuem beeindruckt, wie unsere Vorfahren mit Hilfe von Suonen die Wasserversorgung für ihre Dörfer und Felder sicherstellten und um ihr Überleben kämpften. In Ze Steinu erwartet uns der anstrengendste Abschnitt. Nach gefühlten 1000 Windungen erreichen wir die Schafalpe Erl. Je weiter südlich wir uns begeben, umso mehr öffnet sich die Sicht ins Rhonetal und den dahinter liegenden Viertausendern. In Honegga halten wir eine Weile inne um die ganze Pracht zu geniessen. Ein angenehm abfallender Weg bringt uns zum Weiler Finnu. Bei einer wohlverdienten Erfrischung im kleinen Restaurant geniessen wir nochmals die Aussicht, bevor wir uns schliesslich zur nahegelegenen Bushaltestelle begeben. Nur für Schwindelsichere !
Nr. VS_Sub_11
Randa
• VS
Ein Sprung über die längste Hängebrücke der Welt
Niemand hätte vor ein paar Jahren geglaubt, dass es die Berggemeinde Randa schaffen wird, das ambitiöse Projekt der längsten zu Fuss begehbare Hängebrücke der Welt umsetzen zu können. Ende Juli 2017 war es schliesslich soweit: Elegant schwingt sich seither die 494 Meter lange Brücke von einer Flanke zur andern, um einem Steinschlag-Gebiet auszuweichen und den Wanderer auf dem Europaweg sicher zu geleiten. Man muss nicht den ganzen Europaweg auf sich nehmen, um die Brücke zu besuchen. Es besteht die Möglichkeit vom idyllischen Bergdorf Randa auf einem mehrheitlich durch Lärchenwälder führenden Weg mit angenehmer Steigung in gut zwei Stunden zum Orte Höüschbiel aufzusteigen, wo sich das südliche Ende der Brücke befindet. Betrachtet man die dicken Tragseile braucht es nicht viel Mut, um die Brücke zu betreten. Und doch ist man angenehm berührt, praktisch über das gewaltige, von der Natur geformte Terrain schweben zu können. Der Aufstieg zur gastlichen Europahütte für eine Zwischenverpflegung lohnt sich auf alle Fälle. Man wird hier nicht nur kulinarisch mit einheimischen Produkten verwöhnt. Die Hütte bietet auch einen einmaligen Ausblick zu den Viertausendern des Nikolaitals, auch Mattertal genannt. Beim Abstieg hat man nochmals die Gelegenheit das stolze Bauwerk zu bestaunen. Ein Besuch des Dorfes Randa bildet den Abschluss einer unvergesslichen Wanderung.
Nr. VS_Sub_10
Lavantier
— Veysonnaz
• VS
Der Weg der grossen Suone von Vex
Dieser Wanderweg führt entlang der Grand Bisse de Vex, vorbei an Maiensässen und taucht schliesslich für mehrere Kilometer in den Wald ein. Danach durchquert er die Moränen der Region Clèbes und endet schliesslich in Veysonnaz. Die Suone wurde 1453 erbaut, zu einer Zeit, als die Region zum Herrschaftsgebiet des Herzogs von Savoyen gehörte. Um die Erlaubnis zu erhalten, eine Suone zu konstruieren, die von der Printze abgeht, mussten die Bewohner von Vex ein Gesuch stellen. Zwischen Vex und Nendaz wurde eine Übereinkunft unterzeichnet, welche die Bedingungen festlegte. Eine dieser Bedingungen war die Verpflichtung, dass Vex stellvertretend für Nendaz jährlich eine festgelegte Menge Lärchenholz an Sitten / Sion lieferte, welche für den Unterhalt der Rhonebrücke nach Champsec gebraucht wurde. Die Originaldokumente, datiert von 1453 und 1476, befinden sich im Archiv der beiden Gemeinden. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft nahm auch die Anwendung des Wasserrechts ab (Bewässerung der Flächen ist nach Zeiteinheiten für jeden Anlieger geregelt und eingeschränkt), doch der Wunsch, die Suone touristisch zu nutzen, tauchte bereits 1930 auf. Die Interessensgemeinschaft "Développement des Mayens-de-Sion" machte eine Anfrage bei der Vereinigung der Eigentümer, das Wasser bis zum 20. September im Kanal zu lassen. Die Suone wurde 1971 aufgegeben. Dank eines Initiativkomitees aus Nendaz, das die Wiederherstellung der "Grand Bisse de Vex" zum Ziele hat, kann man heute wieder auf der gesamten Strecke des Wanderweges vom Wasser profitieren.
Nr. VS_Bisse_06
Mayen-de-Sion
— Lavantier
• VS
Grosse Suone von Vex
Die Grosse Suone von Vex, errichtet 1453, bezieht ihr Wasser aus der Printse in Planchouet und durchquert anschliessend die Felder von Veysonnaz, Salins, Les Agettes und Vex. Wanderer schätzen diese Route sehr, vor allem den Abschnitt zwischen Veysonnaz und Mayens-de-Sion. Das Klima ist selbst im Hochsommer angenehm frisch, da dieser Pfad sehr waldig ist. Nadelhölzer, vor allem Lärchen, haben sich hier angesiedelt, ihre Nadeln bilden einen weichen Teppich.
Nr. VS_Bisse_07
Beuson
— Bramois
• VS
Suone von Salins
Erstmals erwähnt im Jahre 1435 schöpft die noch immer funktionstüchtige Suone von Salins ihr Wasser ebenfalls aus der Printse bei Plan Désert. Sie bewässert Weiden, Obst- und Himbeerplantagen von Beuson, Bioley und Salins. Die unterschiedlichsten Feuchtigkeitsverhältnisse wechseln sich ab: Nasse Erlenwälder werden gefolgt von einer trockenen, der Sonne ausgesetzten Weide. Es geht vorbei an Sanddornbüschen, die im Herbst wunderschöne rote Früchte tragen, und weiter durch Fichtenwälder und Himbeerkulturen . . .
Nr. VS_Bisse_09
Drône
— Pont-de-la-Morge
• VS
Suonen von Lentine und Mont d’Orge
Die Suone von Lentine entnimmt ihr Wasser der Sionne, und durchzieht die Weinberge von Sitten, mit einer grossartigen Sicht auf die Stadt. Weiter geht es durch die Rebberge von Savièse, bis sie schliesslich in den wunderschönen, im Naturreservat gelegenen Lac du Mont d’Orge mündet. Sie wurde teilweise in Betonröhren gefasst. Die Suone von Mont d’Orge, 1885 erstellt, bringt das Wasser vom Lac du Mont d’Orge zur Südflanke des Hangs, um berühmte Weingüter wie die «Domaine du Mont d’Or» zu bewässern.
Nr. VS_Bisse_11
Tseuzier (Barrage)
— Mayens d'Arbaz (Etang Long)
• VS
Suone von Sitten
Um die Suonen von Lentine und Mont d’Orge zu speisen, errichtete die Gemeinde Sitten von 1901 bis 1903 die Suone von Sitten. Sie bezieht ihr Wasser nahe bei der einzigartigen Quelle der Lienne, und führt es der Sionne zu. Zuerst überquert sie mit einem Holzaquädukt den Wildbach von Lourantze, führt dann dem Lac de Tseuzier entlang und verlässt den Rawyl durch mehrere Tunnels. Das in Felsen gehauene Bett verläuft in einer über 200 m hohe Felsschlucht. Ab hier wird ihr Verlauf dann etwas moderater.